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Wie funktioniert der Zucker-Check?

Beschriftetes Blatt Papier in gelbem Kreis

1.

Laden Sie Ihre persönlichen Zuckerdaten im Zucker-Check hoch.

Das Tool zeigt Ihre Zuckerverläufe basierend auf Ihren Zuckerdaten, die Sie ganz einfach in LibreView herunterladen können (Erklärung finden Sie hier)

. Diese Datei beinhaltet Ihre gespeicherten Zuckerdaten, die Sie z.B. im Smartphone oder dem Lesegerät nach dem Scannen eines Sensors sehen können. Für ein vollständiges glykämisches Profil muss der Sensor mindestens einmal alle 8 Stunden gescannt werden.

Analoge Uhr im gelben Kreis

2.

Wählen Sie die Zeitpunkte aus, die Sie miteinander vergleichen möchten, z.B. Frühstück am Sonntag an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden.

Warum drei? Um Sie in der Auswahl einer für Sie passenden Ernährung zu unterstützen, sollten Sie jede Mahlzeit (z.B. Weizenbrötchen) oder jeden Test dreimal durchführen, bevor Sie diesen mit einer anderen Mahlzeit (z.B. Graubrot) oder einem anderen Test vergleichen. So vermeiden Sie voreilige Schlüsse und eine voreilige Anpassung Ihrer Ernährung. Daher können Sie nur dann Kurven sehen und miteinander vergleichen, wenn Sie für eine Mahlzeit oder einen Test drei unterschiedliche Zeitpunkte auswählen.

Graph in gelbem Kreis

3.

Legen Sie den dargestellten Zeitraum fest und starten Sie den Zucker-Check.

Sie entscheiden, ob Sie den Zuckerverlauf für 2, 4, 6, 8, 10 oder 12 Stunden nach dem entsprechenden Zeitpunkt, bspw. nach einer Mahlzeit oder einer bestimmten Aktivität, ansehen möchten. Sie fragen sich, ob es möglich ist mehrere Mahlzeiten oder Tests miteinander zu vergleichen (z.B. Weizenbrötchen mit Graubrot und Vollkornbrot)? Kein Problem: Der Zucker-Check stellt Ihnen bis zu drei verschiedene Lebensmittel oder Aktivitäten gegenüber.

Der Zucker-Check ersetzt nicht die therapeutische Beratung durch das Diabetes-Team.

So lesen Sie den Zucker-Check

  • Was zeigen mir die Zuckerverläufe im Zucker-Check?

    Auf der linken Achse sehen Sie die Maßeinheit der Zuckerwerte in mg/dL oder in mmol/L. Diese können Sie entsprechend der für Sie passenden Einheit frei ändern. Klicken Sie dafür auf das Symbol mit der Maßeinheit.

    Die untere Achse zeigt Ihnen die Dauer der Zuckerverläufe – 2, 4, 6, 8, 10 oder 12 Stunden. Zudem sehen Sie auch die Zuckerwerte 60 Minuten vor dem Start des Tests.

    Um einen einfachen Vergleich z.B. zwischen Weizenbrötchen und Graubrot zu ziehen, werden die Zuckerverläufe so übereinandergelegt, als ob diese zum gleichen Zeitpunkt und mit dem gleichen Zuckerausgangswert gestartet wären. Dieser Wert wird als Ausgangszucker (AZ) bezeichnet. Die Zuckerkurven zeigen Ihnen daher einen Abfall bzw. einen Anstieg der Zuckerwerte im Vergleich zum Ausgangswert.

    Bewegen Sie Ihre Maus entlang der einzelnen Zuckerkurven und die tatsächlich gemessenen Zuckerwerte erscheinen.

    Beachten Sie: Der Zucker-Check ersetzt nicht die therapeutische Beratung durch das Diabetes-Team.

  • Was bedeuten die gelben Linien?

    Um die Zuckerkurven beurteilen zu können, hat eine Expertengruppe1 aus erfahrenen Ärzten, Diabetesberaterinnen und Wissenschaftlern verschiedene Stufen als Hilfestellung vorgeschlagen. Diese Stufen werden im Zucker-Check über zwei gelb gestrichelte Linien markiert und können Sie und Ihr Diabetes-Team in der Entscheidung für eine mögliche Anpassung unterstützen.

    Ein Anstieg bis zu 60 mg/dL bzw. 3,3 mmol/L nach einer Mahlzeit wird von Experten1 als optimal eingestuft. Bitte beachten Sie, dass dies als der ideale Verlauf beschrieben wurde und sich den Werten von stoffwechselgesunden Menschen annähert. Die Festlegung dieser Grenze beruht nicht auf wissenschaftlichen Studien, sondern spiegelt die Erfahrung der Experten1 wider. Auch bei stoffwechselgesunden Menschen treten bei manchen Mahlzeiten erhöhte postprandiale Zuckerwerte auf, sodass Sie eine einschneidende Veränderung Ihrer Ernährung oder körperlichen Aktivität mit Ihrem Diabetes-Team besprechen sollten.

    Dennoch ist es so, dass ein Anstieg nach einer Mahlzeit von über 100 mg/dL bzw. 5,6 mmol/L ein Hinweis darauf sein kann, dass diese Mahlzeit möglicherweise erhöhte Schwankungen im Zuckerverlauf begünstigt. Sie können dieses Ergebnis für eine individuelle Entscheidung nutzen und mit Ihrem Diabetes-Team besprechen. Ihre medizinische Fachkraft berät Sie, ob Sie bei einer Mahlzeit bspw. ein alternatives Lebensmittel wählen oder auch Ihre Insulindosierung anpassen können, um somit erhöhte Anstiege nach den Mahlzeiten und Schwankungen Ihrer Zuckerwerte zu verringern.

    1. Kröger et al. Kirchheim Verlag, 2020; AGP-Fibel Ernährung. Mit CGM postprandiale Glukoseverläufe analysieren.